Thermische Solaranlagen
In der thermischen Solaranlage hat das Solarkreissystem die Aufgabe mittels Umwälzpumpe und Rohrleitungen das Wärmeträgermedium zum Solarspeicher zu führen. Es werden unterschiedliche Bauarten und Konzepte verwendet, die sich in der Größe des Volumenstromes und dem Wärmeträgermedium unterscheiden. In Ein- und Zweifamilienhäusern kommt eine Solaranlage unter 20m2 in Frage. Dort wird ein Betrieb mit großem Durchfluss (High-Flow-Betrieb) verwendet. Durch den großen Durchfluss ergibt sich bei dieser Solaranlage am Sonnenkollektor eine geringere Spreizung der Vor- und Rücklauftemperatur, z.B. 9 Grad Kelvin. Das bedingt jedoch eine größere Dimensionierung der Rohrleitungen. Bei dieser Art von Solaranlage wird der Sonnenkollektor auf ein niedriges Temperaturniveau betrieben. Es ergibt sich ein höherer Wirkungsgrad, allerdings wird im Solarspeicher die Solltemperatur erst nach mehrmaligem Umlauf erreicht. Daher muss leider öfters die Zusatzheizung zugeschaltet werden, weil die notwendige Trinkwarmwassertemperatur nicht so schnell erreicht wird.
Eine moderne und hochwertige Solaranlage arbeitet mit einer elektronisch geregelten Umwälzpumpe. In solch einer Solaranlage regelt die Elektronik die Umwälzpumpe derartig, dass hohe Sonnenkollektorerträge durch hohe Temperaturspreizungen erreicht werden. Man nennt diesen Betrieb auch Matched-Flow-Betrieb.

Bei einer größeren Solaranlage ab 20m2 wird der Low-Flow Betrieb verwendet. Dadurch wird bei dieser Art von Solaranlage ein hohes Temperaturniveau im Kollektorkreis erreicht, jedoch ist der Kollektorwirkungsgrad durch eine höhere Absorbertemperatur niedriger. Man benötigt kleinere Rohrquerschnitte, ebenfalls kann die Pumpenleistung deutlich niedriger ausfallen.
Eine thermische Solaranlage arbeitet im Hochtemperaturbereich. Heiße Rohrleitungen im Innenbereich müssen gut gegen Berührungs- und Brandschutz fachmännisch mit den richtigen Materialien hochtemperaturmäßig gedämmt sein. Im Außenbereich auf Dächern muss die Isolierung widerstandsfähig sein gegen UV-Strahlung, Vogelfraß und Kleintierbisse. Eine Solaranlage darf, während die Sonne scheint, nicht ohne geeignete Schutzmaßnahmen mit dem Wärmeträgermedium befüllt werden.
Schon mancher unausgebildeter Allroundhandwerker hat sich hier im
wahrsten Sinne des Wortes die Finger verbrannt, oder über 100°C heißes
Wärmeträgermedium ist ihm aus einer undichten Verbindung ins Gesicht
gespritzt und hat seine Gesichtshaut verbrüht. Da die Arbeiten an einer
Solaranlage zusätzlich noch auf meist steilen Dächern stattfindet ,
erhöht sich die Unfall- und Lebensgefahr. Wer hier ohne
Sicherheitsausrüstung arbeitet riskiert seine Gesundheit und sein Leben.
Immer wieder kann man an Wochenenden beobachten, dass Heimwerker ohne
die von der Berufsgenossenschaft vorgeschriebene Sicherheitsausrüstung
auf Dächern arbeiten. Da diese Sicherheitsausrüstung und geeignete
Dachleitern viel Geld kosten, lohnt sich natürlich die Anschaffung
nicht, um eben einmal eine Solaranlage auf dem Dach zu montieren.
Die Montage von Photovoltaik- und thermischen Solaranlagen ist auf
Asbestzementdächern verboten. Das gilt auch für den privaten Bereich.
Die Solaranlage benötigt einige Befestigungspunkte. Dazu müssen die
Asbestzementplatten durchgebohrt werden. Hierbei kann die Freisetzung
krebserzeugender Asbestfasern nicht ausgeschlossen werden. Auf
herkömmlichen Dächern gibt es normalerweise keine Schwierigkeiten. Es
muss jedoch gewährleistet sein, das die Dächer nicht zu alt, verwittert
oder brüchig sind. Aufgrund der eingeschränkten Tragfähigkeit besteht
eine erhöhte Unfallgefahr.
Ferner müssen die Hochtemperaturleitungen hart gelötet werden, was
wieder besondere Fachkenntnisse und Arbeitsmittel erfordert. Bei der
Inbetriebnahme der Solaranlage muss das Ausdehnungsgefäß auf den
richtigen Vordruck justiert, und die Anlage fachmännisch entlüftet
werden. Nach dem Befüllen der Solaranlage mit dem Wärmeträgermedium ist
sicherzustellen, dass eine Wärmeabnahme im System unverzüglich
stattfindet. Das Wärmeträgermedium kann Schaden nehmen, wenn es über
einen längeren Zeitraum hohen Temperaturen ausgesetzt wird. Wenn hier
schlampig gearbeitet wird, ist die Funktion der gesamten Anlage nicht
gewährleistet, und man wundert sich darüber, dass die Solaranlage wenig
Ertrag bringt.
Bei einem ganzjährigen Betrieb der Solaranlage muss man auf Frostschutz
achten. Deshalb wird zum Betrieb ein Gemisch aus Frostschutzmittel und
Wasser genommen. Bei diesem glykolhaltigen Gemisch treten im Vergleich
zu purem Wasser veränderte Werte auf, die die Leistung einer Solaranlage
um 20% verringern können. Am besten man verwendet ein
Wärmeträgermedium, welches vom Hersteller empfohlen wird.
Durch die ständige Verbrennung von fossilen Energieträgern ist der Treibhauseffekt auf der Erde angestiegen, und somit der Klimawandel nicht mehr aufzuhalten. Da durch den Einsatz von Atomenergie unberechenbare Gefahren auftreten können,und somit das ganze argwöhnisch beobachtet wird, müssen erneuerbare Energien weiter erschlossen werden.Durch die ständige Verbrennung von fossilen Energieträgern ist der Treibhauseffekt auf der Erde angestiegen, und somit der Klimawandel nicht mehr aufzuhalten. Da durch den Einsatz von Atomenergie unberechenbare Gefahren auftreten können,und somit das ganze argwöhnisch beobachtet wird, müssen erneuerbare Energien weiter erschlossen werden.
Die Solaranlage dient zur Erschließung von Sonnenstrahlung und setzt diese in andere Energieformen um. Unterschieden wird die Solaranlage zur Stromerzeugung, auch Photovoltaikanlage oder Fotovoltaikanlage genannt und der thermischen Solaranlage zur Wärmegewinnung.

Interessant ist die Einbindung durch die Installation einer thermischen Solaranlage in ein bestehendes Heizungssystem zur Energieeinsparung. Die Solaranlage eigenet sich gut zur Erzeugung von Trinkwarmwasser und in Niedrichenergiehäusern zur Heizungsunterstützung . Bei ESH 40 (Passivhäuser), also Wohngebäude mit einem Jahresheizwärmebedarf unter 15 kWh pro Jahr je m2, kann der Anteil zur Heizungsunterstüzung und Trinkwarmwasseraufbereitung sogar 70 % betragen. Berechnungen haben ergeben, das die Sonne zur Erde ca.5000 mal mehr Energie liefert als die gesamte Weltbevölkerung verbraucht. Zur Mittagszeit liefert die Sonne bei blauen Himmel 1000 W pro m2. Durch unterschiedliche Bewölkung und Jahreszeiten liegt der Nutzungswert weit unter dem Maximalwert. In Berlin kann man zum Beispiel mit einer mittleren Sonnenscheindauer von ca. 1800 Stunden im Jahr ausgehen. Das sind immerhin noch 1150 Kilowattstunden pro m2 im Jahrdie eine thermische Solaranlage kostenlos und umweltfreundlich liefert.
Das ist die Summe aus direktem Sonnenschein, diffuser Sonnenstahlung
durch Wolken und Reflexionen durch benachbarte Gebäude. Der Nachteil
einer Solaranlage ist, dass die Energiegewinnung stark schwankt und im
Winter, wenn der Energiebedarf am größten ist, sich auf ein Minimum
reduziert.
Übers Jahr gesehen kann man jedoch hohe Energieanteile,
insbesondere bei Erzeugung von Trinkwarmwasser, mit der Solaranlage
erzielen. Schliesslich muss auch im Sommer Trinkwarmwasser aufbereitet
werden. Mit zunehmender Dämmung der Häuser sinkt der Heizenergiebedarf.
Der Verbrauch von Trinkwarmwasser kann jedoch als gleichbleibend
angenommen werden.
Durch steigene Energiepreise und Umweltbewußtsein wird die Installation
einer thermischen Solaranlage zur Aufbereitung von Trinkwarmwasser
zunehmend von der Bevölkerung akzeptiert.

Die Photovoltaikanlage erzeugen mit der s.g. Solarzelle elektrischen
Strom. Insbesonders bei Sportbooten sind sie für die Batterieladung
unerlässlich. Bei klaren Himmel im Sommer kann man mit einer Solarzelle
einen kleinen Kühlschrank betreiben und die Batterien nachladen.
Immermehr sieht man auf Hausdächern große Photovoltaikanlagen zur
Erzeugung von elektrischen Strom, der in das öffentliche
Stromversorgungsnetz eingespeist wird. Die Wirtschaftlichkeit solcher
Anlagen ist jedoch vom Abnahmepreis der Versorgungsnetzbetreiber
abhängig, und ist zur Zeit politisch festgelegt. Die Einspeisevergütung
liegt wesentlich höher, als der Verbraucher selber bezahlt. In der
Bevölkerung wird immer noch die Photovoltaikanlage und die thermische
Solaranlage durcheinander gebracht, wahrscheinlich wegen des gemeinsamen
Überbegriffes Solaranlage.
Daneben gibt es in südlichen Ländern, wo die Sonne viel scheint,
thermische Solarkraftwerke. In ihnen werden Sonnenstrahlen gebündelt und
aus den damit erzielten hohen Temperaturen wird in Wärmekraftwerken
elektrischer Strom erzeugt.
Schon der französische Chemiker A.L. Lavoisier baute 1776 einen
Sonnenofen aus einer justierbaren Sammellinsenanlage. Der Brennspiegel
hatte 30cm Durchmesser und bei einer Brennweite von 320cm erreichte er
im Brennpunkt eine Temperatur von 1800° Celsius. Weitere Versuche
folgten, und bereits Mitte des neunzehnten Jahrhunderts konnten
französische Forscher mit Hilfe von Hohlspiegeln durch Nutzung von
Sonnenenergie eine Dampfmaschine betreiben.
Der Sonnenkollektor (Kollektor = Sammler) ist ein Hauptbestandteil der thermischen Solaranlage. Aufgabe des Sonnenkollektors ist es die von der Sonne gelieferte Sonnenstrahlung umzuwandeln und dem Wärmeträgermedium, welches den Sonnenkollektor durchströmt, zuzuführen.
Der Kollektor sollte auf dem Dach eines Hauses montiert werden und einen Neigungswinkel von 30 bis 55° haben. Die Kollektorebene sollte möglichst nach Süden ausgerichtet sein, weil die Sonneneinstrahlung zur Mittagszeit am größten ist. Abweichungen bis 45° von der Südrichtung bis Südost oder Südwest sind akzeptabel.
Der Sonnenkollektor besteht aus dem Absorber mit einem umschließenden Gehäuse mit bestmöglicher Wärmedämmung. Das Wärmeträgermedium durchströmt ein spezielles Kupferrohr und nimmt die Wärme von dem Absorber auf. Der Absorber kann ein schwarzes Blech sein das die einfallenden Sonnenstrahlen fast vollständig schluckt. Durch die den Absorber umgebene Wärmedämmung kann nur wenig Wärme aus Ihm entweichen und somit heizt er sich auf. Über Wärmetauscherrohre nimmt das Wärmeträgermedium, welches aus einem Frostschutz / Wassergemisch besteht, die Wärme auf und mündet in einer Sammelleitung.
Die Bauart von einem Sonnenkollektor bestimmt den Wärmeertrag. Es werden verschiedene Bauarten unterschieden: Speicherkollektor, Flachkollektor, Vakuumflachkollektor, Vakuumröhrenkollektor und Schwimmbadabsorber.
Flachkollektoren sind unter den thermischen Solaranlagen weit verbreitet. Sie bestehen aus großflächigen Absorbern die in einem kastenförmigen Gehäuse montiert sind. Die Abdeckung des Gehäuses besteht meistens aus Sicherheitsglas. Dieser Sonnenkollektor lässt sich gut in den Dachaufbau integrieren.
Eine Sonderbauweise des Flachkollektors ist der Vakuumflachkollektor. Im Innern des Kollektorgehäuses befindet sich ein Niederdruck von ca. 0,3 bar. In den letzten Jahren wurden Vakuumflachkollektoren auch mit Edelgasen gefüllt.
Eine interessante Bauart des Sonnenkollektors ist der Vakuum-Röhrenkollektor, der eine hohe Differenz zwischen Kollektortemperatur und Umgebungstemperatur aufweist, vergleichbar mit einer Thermoskanne. Bei diffuser Sonnenstrahlung weist dieser Sonnenkollektor einen besseren Wirkungsgrad auf als Flachkollektoren. Im Jahresmittel können das 30% sein. Zusätzlich kann die Kollektorfläche kleiner gehalten werden, jedoch sind die Investionskosten größer. Weicht bei der Montage, der Sonnenkollektor von der Südrichtung ab, kann die Abweichung durch axiales Drehen der Vakuumröhren (ca. 25°) kompensiert werden.

Auch bei den Vakuumröhrenkollektor / Vakuumröhrenkollektoren gibt es
unterschiedliche Bauarten. Bei dem Wärmerohrprinzip (Heat-Pipe)
verdampft eine spezielle Wärmeflüssigkeit und wird in einem
Wärmetauscher wieder kondensiert. Wird eine der Vakuumröhren schadhaft,
kann sie leicht ausgetauscht werden. Bei den flüssigkeitsdurchströmten
Vakuumröhrenkollektoren muss im Schadensfall das Wärmeträgermedium
abgelassen werden. Jedoch wird durch den direkten Wärmeübergang eine
höhere Leistung erreicht als beim Wärmerohrprinzip, wo Verluste am
Wärmetauscher auftreten.
Daneben gibt es noch Vakuumröhren die nach dem Sydneyprinzip
(CPC-Kollektoren) oder dem Schott-Prinzip arbeiten. Der CPC
Sonnenkollektor ist etwas kostengünstiger, der Wirkungsgrad ist
gegenüber üblichen Vakuumröhren etwas niedriger.
Bei Speicherkollektoren sind Sonnenkollektor und Trinkwasserspeicher in
einem Gehäuse mit ca. 120 Liter Wasserinhalt untergebracht. Wegen der
höheren Frostgefahr in Nord- & Mitteleuropa sind sie eher in
südlichen Ländern anzutreffen.anzutreffen. Der Speicherkollektor wird
wie ein Durchlauferhitzer in die Warmwasserleitung eingesetzt. Wegen
seines guten Preis-Leistungsverhältnisses stellt er eine interessante
Alternative zu anderen Bauarten da.
Man kann jedoch einen Sonnenkollektor ganz einfach und preiswert bauen,
indem man zur Erwärmung von Schwimmbadwasser einfache Rohrschleifen aus
schwarzem Kunststoff zum Beispiel auf Flachdächern verlegt. Ferner
werden in südlichen Ländern s.g. Solarduschen in Freibädern oder am
Strand verwendet. Im Winter muss man das komplette Wasser wegen
Frostgefahr aus den Kunststoffrohren und Behältern abgelassen. Es ist
immer wieder interessant zu beobachten, wie man mit einfachen und
kostengünstigen Maßnahmen erstaunliche Resultate erreicht, um den
Lebensstandart zu erhöhen.
Ein weiterer Hauptbestandteil einer Solaranlage ist der Solarwärmespeicher, der für den Betrieb mit Flach- oder Vakuumröhrenkollektoren gleichermaßen geeignet ist. Allerdings muss die Größe der Kollektorfläche mit der Größe von dem Solarwärmespeicher abgestimmt werden. Kleinere Kollektorflächen bringen keine vollständige Beladung, größere Flächen erhöhen den nutzbaren Solargewinn, haben aber im Sommer längere Anlagenstillzeiten zur Folge, weil der Solarwärmespeicher die Wärme nicht mehr abnehmen kann. Durch die tages- und jahreszeitliche Schwankungen der Sonnenscheindauer stimmen Energieversorgung und Energienachfrage selten überein. In der Mittagszeit, wenn die Sonne am höchsten Punkt steht, ist bei klarem Himmel die solare Energiegewinnung am größten. Diese solare Energie wird in dem Solarwärmespeicher zwischengespeichert. Bei kleinen Anlagen, für Ein- und Zweifamilienhäusern ist der Solarwärmespeicher nach dem Kurzzeitprinzip gebaut, und er kann den Wärmebedarf vom Tag zur Nacht ausgleichen. In den Sommermonaten sollte der Solarwärmespeicher kurze Schlechtwetterperioden ausgleichen können.
Man unterscheidet bei den Kurzzeitspeichern zwischen Pufferspeicher, Schichtenspeicher und Kombispeicher. Wasser eignet sich für Solarwärmespeicher die nach dem Kurzzeitprinzip arbeiten als ideales Speichermedium, und hat im Vergleich zu anderen Flüssigkeiten hohe Vorteile:
Wasser hat eine hohe Wärmekapazität und kann somit viel Wärme speichern.
Wasser schichtet sich stabil, warmes bleibt oben und kaltes Wasser bleibt unten. Das Temperaturgefälle in den Schichten bleibt lange erhalten, weil Wasser ein schlechter Wärmeleiter ist. Ein Pufferspeicher wird zur Speicherung von Heizwasserwärme verwendet.

Als Solarwärmespeicher ist der normale Pufferspeicher nicht geeignet,
weil dem Sonnenkollektor möglichst kaltes Wasser zugeführt werden muss.
Daher wird der Wärmetauscher, der die Solarenergie einbringt, im unteren
Teil des Speichers gebaut. Das im unteren Teil erwärmte Wasser steigt
nach oben und vermischt sich sofort mit dem umgebenen kälteren Wasser.
Der Pufferspeicher erwärmt sich schnell auf ein einheitliches
Temperaturniveau, welches aber nicht ausreicht, das Trinkwasser auf
akzeptabele Temperaturen zu erwärmen.
Für einen gut funktionierenden Solarwärmespeicher benötigen wir einen
Schichtenspeicher, bei dem eine Vermischung des Wassers vermieden wird.
Die Schichtenbildung erreicht man durch ein im Speicher eingebautes
Auftriebsrohr, auch Thermosiphon genannt, vorrausgesetzt ein
Wärmetauscher ist im unteren Teil des Schichtenspeichers eingebaut. Bei
dieser Art von Solarwärmespeicher liefert der Sonnenkollektor Wärme in
das niedrige Temperaturniveau des Schichtenspeichers. Das wirkt sich
günstig auf den Wirkungsgrad der Solaranlage aus. Im oberen Teil erfolgt
die Wärmeabnahme von Trinkwarmwasser oder Heizwasser, da warmes Wasser
leichter ist als kaltes. Hochwertige Solarwärmespeicher haben im oberen
Teil eine hygienische Trinkwarmwasseraufbereitung nach dem
Durchlauferhitzerprinzip. Dadurch werden evt. Probleme mit Legionellen
vermieden. Ansonsten sollte der Speicher einmal am Tag auf mindestens
60°C erhitzt werden. Gute Solarwärmespeicher erkennt man daran, dass bei
der Trinkwarmwasserentnahme und der Beladung des Speichers die
gebildeten Wärmeschichtungen durch Verwirbelung nicht zerstört werden.
Daher werden im Speicher Prallplatten eingebaut, neue Systeme wie der
Thermosiphon optimieren die Schichtenbildung. Der Thermosiphon leitet
das solar erwärmte Wasser in passende Temperaturschichtungen. Reicht die
Beladung des Speichers durch Solarenergie nicht aus, muss mit einem
zweiten konventionellen Wärmeerzeuger nachgeheizt werden.
Neben den Kurzzeitspeichern gibt es für mittlere Wohnanlagen (z.B.
Wohnparks) Langzeitspeicher. Durch große Kollektoranlagen wird Wärme in
einem großen zentralen Solarwärmespeicher über Monate hinweg, möglichst
ohne Verluste gespeichert. Die gespeicherte Wärme wird über Leitungen im
Winter an die einzelnen Häuser weitergegeben. Je nach Bauart der Anlage
kann der Energiebedarf für Heizung und Warmwasser bis zu 70% abgesenkt
werden.
Bei einer thermischen Solaranlage wird hauptsächlich das geschlossene Solarkreissystem angewendet. Das offene Solarkreissystem, mit dem an der höchsten Stelle offenen Ausdehnungsgefäß, wird nur selten gebaut.
Bei dem geschlossenen Solarkreissystem ist eine Sicherheitsgruppe notwendig. Als wichtigstes Bauteil benötigt man ein Sicherheitsventil mit einem Ansprechdruck von ca. 6 bar. Die Temperaturbeschaffenheit dieses Ventils sollte bis 120°C ausgelegt sein. Im Falle eines Überdrucks wird Solarflüssigkeit in einem offenen Auffangbehälter abgeben, der mindestens den Flüssigkeitsinhalt des Sonnenkollektors aufnehmen kann.
Sehr wichtig ist ein Membrandruckausdehnungsgefäß (MAG) für eine geschlossene Anlage. In einem Solarkreissystem funktioniert das Ausdehnungsgefäß MAG genauso wie in einer Wasserheizungsanlage. Der Vordruck ist von der Anlagenhöhe abhängig und beträgt meistens 1,5 bar zuzüglich + 0,1bar/m multipiziert mit der statischen Höhe. Vor Inbetriebnahme der Solaranlage muss der Vordruck des MAGs mit einem Manometer inclusive Absperrventil eingestellt werden. Geliefert werden MAGs mit einem Vordruck von 3 bar.
Mindestens 1 - 3 Liter Solarflüssigkeit beträgt die Wasservorlage in einem Solarkreissystem. Wie in einem Heizungssystem ist am Ausdehnungsgefäß ein blombiertes Absperrventil mit Entleerungshahn angebracht. Ein weiteres Bauteil ist in einem Solarkreissystem die Schwerkraftbremse. Sie soll verhindern, dass wenn die Umwälzpumpe ausgeschaltet ist, ein Flüssigkeitskreislauf vom heißen Solarspeicher zu den kalten Sonnenkollektoren entsteht. Somit funktioniert die Schwerkraftbremse in einem Solarkreissytem wie ein Rückflussverhinderer.
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Ferner schaltet ein Temperaturfühler die Elektronik der Umwälzpumpe. Bei
einer einstellbaren Temperaturdifferenz von z.B. 7 Kelvin soll die
Umwälzpumpe anlaufen. Ein weiterer Temperaturfühler befindet sich im
Sonnenkollektor. Die Drehzahl der Umwälzpumpe wird von der Elektronik
geregelt.
Im Vor- und Rücklauf wird jeweils ein Thermometer montiert, um die
Funktion der Solaranlage zu kontrollieren. Ebenfalls wird mit einem
Manometer der Betriebsdruck in der Anlage überwacht, der meistens mit
ca. 2,5 bar höher ist, als der von einer normalen Heizungsanlage. Wegen
der höheren Drücke wird in einem Solarkreissystem ein höherer Siedepunkt
der Solarflüssigkeit erreicht, gleichzeitig reduziert sich die
Verdampfungsgefahr. Wichtig ist auch ein Durchflussregulierungsventil
zur Kontrolle der Inbetriebnahme sowie des Betriebes. Der Durchfluss der
Solarflüssigkeit kann in Liter pro Minute abgelesen werden.
Umwälzpumpe, Sicherheitsgruppe, Durchflussregulierungsventil und die
Armaturen werden vom Hersteller meistens als eine Baueinheit der s.g.
Solar-Divicon geliefert. Das verkürzt die Montagezeiten erheblich. Die
Solar-Divicon muss immer tiefer als der Sonnenkollektor montiert werden,
damit bei einem Stillstand im Solarkreissystem kein Dampf in das MAG
gelangen kann. Bei Dachheizzentralen oder großen Kollektorflächen ab
25m2 wird vor dem MAG ein Temperaturschichtbehälter vorgeschaltet. Damit
wird die Membrane im MAG vor unzulässig hoher Temperatur (ca. 70°C)
geschützt. Das MAG ist immer so auszulegen, das es den kompletten
Kollektorinhalt bei Dampfbildung aufnehmen kann.
Zur Verbindung von der Solar-Divicon zum Sonnenkollektor können
vorgefertigte flexible Solarleitungen mit einer speziellen
Hochtemperaturisolierung mit bester Wärmedämmung verwendet werden. Diese
speziellen Solarleitungen sind Wellrohre aus Edelstahl, welche sich gut
durch stillgelegte Schornsteine ziehen lassen. Eine große Aufgabe ist
es immer wieder, eine möglichst unsichtbare Verbindung vom
Sonnenkollektor zum Solarspeicher im Keller zu finden. Die Wellrohre
sind mit einer speziellen Klemmringverschraubung versehen, und können
ohne Löten mit dem Sonnenkollektor und der Solar-Divicon verbunden
werden. Kupferrohrleitungen müssen in einem Solarkreissystem wegen der
hohen Temperatur der Solarflüssigkeit hartgelötet werden. An der
höchsten Stelle im Solarkreissystem wird am Sonnenkollektor ein
Entlüfter montiert, der nach einer Betriebszeit der Solaranlage von ca. 3
Wochen mit einem Absperrhahn gesperrt werden kann.
Montage einer thermischen Solaranlage auf einem Schrägdach
Solaranlage für die Warmwasseraufberatung
Solaranlage für die Warmwasseraufberatung eines Einfamilienhauses mit zusätzlicher Heizungsunterstützung
Montage der Unterbaueinheit für einen Röhrenkollektor
Einsetzen der Röhrenkollektoren in die Halterungen
Röhrenkollektor für die Warmwasseraufbereitung für ein Einfamilienhaus in Berlin Steglitz
Röhrenkollektor auf einem Flachdach für die Trinkwarmwasseraufbereitung. Einfamilienhaus in Schönwalde Glien
Thermische Solaranlage für die Trinkwarmwasseraufbereitung für eine Dachgeschoßwohnung in Berlin Charlottenburg

