Die Reichweite der weltweiten Energievorräte

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Wie lange noch?“, titelte DER SPIEGEL einen Artikel über die Reichweite von Rohstoffen in einem special im Jahr 2006.

Diagramm der statischen Reichweiten konventioneller EnergievorräteZur Vorhersage der Reichweite von Energievorräten wird oftmals das statische Modell verwendet. Dabei wird die statische Reichweite ermittelt, indem der Quotient aus den als gesichert geltenden und nach dem Stand der Technik wirtschaftlich förderbaren Energiereserven und dem heutigen Verbrauch gebildet wird. Dabei werden je nach Quelle Reichweiten von 45 Jahren bei Uran, 50 Jahren bei Erdöl, 60 Jahren bei Erdgas und 180 Jahre bei Kohle genannt.

Da der weltweite Energieverbrauch nicht konstant bleibt sondern ständig ansteigt und kaum noch förderungswürdige neue Lagerstätten entdeckt werden, sind solche Prognosen trotz des technischen Forschritts in der Fördertechnik sehr unzuverlässig. So rechnet die IEA (International Energie Agency) mit Reichweiten von 32 Jahren bei Uran, 27 Jahren bei Erdöl, 32 Jahren bei Erdgas und 92 Jahren bei Kohle.

Ein schlagartiges Ende der konventionellen Energievorräte ist aber nicht abzusehen. Es wird eher zu einer stetigen Verknappung konventioneller Energieformen kommen, verbunden mit rasanten Preissteigerungen, welche ungeahnte soziale Auswirkungen haben werden.

Ein Beispiel für diese Verknappung ist der sogenannte „Peak-Oil“ (Fördermaximum) eines Ölfeldes. In der Frühphase der Förderung nach der Erschließung steigt die Fördermenge steil an, bis sie ihr Maximum erreicht. Auf diesem Niveau bleibt die Fördermenge stabil, bis sie anschließend stetig abnimmt und keine wirtschaftliche Ausbeute mehr erreicht wird. Im Ölfeld ist zwar noch Erdöl vorhanden, es lässt sich aber nicht mehr kostendeckend fördern.

Fest steht, dass der weltweite Engergieverbrauch allein wegen des Wachstums der Weltbevölkerung steigen wird. Leben heute ca. 6 Milliarden Menschen auf der Erde, so wird die Zahl der Menschen 2020 auf 8,2 Milliarden geschätzt. 2050 wird eine Bevölkerung von 10 Milliarden angenommen.

Erdölnutzung durch einen kleinen Teil der Weltbevölkerung im 20. u. 21. Jahrhundert

In den Jahren von 1971 bis 2004 stieg der weltweite Primärenergieverbrauch um 102 %, dies entspricht einem jährlichen Wachstum von 2,1 %. Im Vergleich dazu wuchs die Weltbevölkerung im gleichen Zeitraum um 1,6 % jährlich. Dabei verringerte sich der Anteil der in der OECD (Organisation for Economic Co-operation and Development = Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) zusammen geschlossenen Industriestaaten am weltweiten Primärenergieverbrauch von 61 % in 1971 auf 49 % in 2004, während sich der Anteil Asiens mit China von 13 % in 1971 auf 26 % in 2004 verdoppelte.

Bis auf Uran sind die konventionellen Energievorräte nicht anderes als gespeichterte Sonnenenergie, die in geologischen Zeitspannen durch chemische und physikalische Prozesse in die Energieträger Kohle, Erdöl und Erdgas verwandelt wurde. Dabei wurde der Atmosphäre Kohlendioxd entzogen, das nun bei der Verbrennung wieder freigesetzt wird und zur Klimaveränderung beiträgt.

Um die Energieversorgung der wachsenden Weltbevölkerung zu sichern und gleichzeitig die natürlichen Lebensgrundlagen zu erhalten ist eine bessere Ausnutzung der Energie (Steigerung der Energieeffizienz) und der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energien unerlässlich.

Wärmepumpe - Solaranlage - Regenerative Energie

© MH-Anlagentechnik GmbH 27.03.2008

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