Heizung

Heizkessel - Richtig betreiben

Vierwegemischer am Holzkessel

Der Heizkessel hat dann seinen besten Wirkungsgrad und außerdem muß ja immer nur soviel nachgeheizt werden, wie an Wärme dem Kessel entnommen wird. Da der Heizkessel gut isoliert ist, sind seine Wärmeverluste gering. Nur das jeweils entnommende heiße Wasser für Warmwasserversorgung oder für die Heizung macht einen Wärmenachschub nötig und löst Brennstoffverbrauch aus. Ein anderer Vorteil ergibt sich daraus, dass die Heizkörper immer auf die richtige Temperatur eingestellt werden können. Aus hohen Kesseltemperaturen ergibt sich, dass die unerwünschte Kesselkorrosion stark vermindert wird.Wenn sich Heizgase an einer kühlen Oberfläche vom Heizkessel unter dem Taupunkt abkühlen, kondensiert der Wasserdampf zu Wasser. In den Verbrennungsgasen von Erdgas oder Heizöl befindet sich Wasserstoffanteile, der bei der Verbrennung mit Sauerstoff Wasserdampf bildet. Bei Brennstoffen mit Schwefel entsteht bei der Verbrennung Schwefeldioxyd welches sich mit dem Kondeswasser verbindet. Es entsteht schwefelige Säure, die besonders aggressiv ist. Die Wandung vom Heizkessel kann nach kurzer Zeit zerstört werden.

Jedes Heizwassersystem braucht ein Ausdehnungsgefäß. Bei alten Anlagen befindet sich ein großes Ausdehnungsgefäß auf dem Dach und ist offen. Die Rohrleitungen haben einen großen Durchmesser. Da die Heizung mit hohen Vorlauftemperaturen gefahren wurde, bildete sich durch den Temperaturunterschied ein Wärmefluss. So sparte man eine Pumpe. Diese Heizung wird Schwerkraftheizung genannt, und ist nur noch in alten Häusern zu finden. Heute sind die Anlagen geschlossen,und ein Ausdehnungsgefäß mit Stickstoffblase gleicht die Druckschwankungen aus. Jedoch benötigt man dann eine Umwälzpumpe

Während Kohle und Briketts langsam verbrennen, brennt Holz sehr schnell ab und oft ist der Wärmeüberschuss zu viel des Guten. Deshalb ist es bei Holzfeuerungen ratsam, mit einem Pufferspeicher die überschüssige Wärmeabgabe zwischenzuspeichern. Ab einer Kesselleistung von 15kW schreibt der Gesetzgeber einen Puffer- oder Laufzeitspeicher sogar vor. Auch wird ein Überheizen des Kessels vermieden, der Brennstoff besser genutzt und die Emmisionen werden vermindert. Der Betreiber braucht nicht mehr so oft Holz nachzulegen, womit sich der Komfort erhöht.

Aufarbeitung und richtiges Heizen mit Brennholz für Selbstwerber

Will man Brennholz relativ preiswert erhalten, muss man zu diesem Thema die richtige hobbymäßige Einstellung haben. Das Brennholz muss nämlich mehrfach von der einen Stelle zu einer anderen Stelle transportiert werden. Bei einem Förster kann man evt. einen Holzsammelschein für den Wald beantragen. Diesen Schein für Selbstwerber erhält man gegen eine Gebühr und er ist befristet. Nicht immer ist es erlaubt mit Kraftfahrzeugen den Wald zu befahren. Der Schein gilt meistens nur für Brennholz welches im Wald auf dem Boden liegt, für eine Baumfällung oder den Umgang mit einer Motorkettensäge muss man eine besondere Ausbildung absolvieren. Bei dieser Ausbildung werden dem so.ge. Brennholz Selbstwerber nützliche Kenntnisse vermittelt, wie die praktische Handhabung von Einmann Motorsägen (EMS), Schnitttechniken, Unfallverhütungsvorschriften, Ergonomie und Schutzausrüstungen Für den Selbstwerber von Brennholz im Wald ist das Tragen einer Schutzausrüstung Pflicht. Die Mindestanforderungen für die persönliche Schutzausrüstung bestehen aus Schnittschutz- Stiefeln und Hosen, sowie ein spezieller Helm mit Gesichts- und Hörschutz. Diese Schutzausrüstung muss beim Erlangen des EMS Scheines vorgelegt werden.

Hat der Selbstwerber die mehr oder weniger großen Brennholzstücke aus dem Wald in seinen Garten geschleppt, muss das Brennholz in gleich lange Scheite (Länge ca.30- 40 cm) zersägt und danach mit einem Spalthammer gespalten werden. So ergibt sich das sehr richtige Schlagwort:
- Holz wärmt zweimal -

Im übrigen lässt sich feuchtes Brennholz leichter spalten. Wem die Arbeit mit dem Spalthammer zu schwer ist, kann ein elektrisches Spaltgerät benutzen, man sollte jedoch an den Stromverbrauch denken.

Nachdem das noch feuchte Brennholz zersägt und gehackt worden ist, wird es in einem Unterstand ca. drei Jahre gelagert um dort zu trocknen. Danach wird das Brennholz vom Unterstand zum Verbrennungsofen, Holzkessel oder Kamin transportiert. Bei den kältesten Tagen im Jahr macht das richtig Spaß. Wenn es draußen richtig knackig kalt ist, ist so eine Feuerstelle richtig gemütlich, und spart zusätzlich Heizkosten. Ist das Holz abgebrannt, so muss nur noch die Asche entsorgt werden. Das muss vorsichtig gehandhabt werden, sonst entstehen durch Unachtsamkeiten neue Reinigungsaufgaben. Allerdings kann man die Holzasche im Garten als natürlichen Dünger verwenden, und muss nicht gesondert entsorgt werden. Beobachtungen haben ergeben, das z.B. sonst langsam wachsenden Buchsbaumbäumchen sich bei dieser Art von Düngung prächtig entwickeln.

Holz- ein Brennstoff mit Zukunft, Brennholz - Pellets - Holzhackschnitzel

Moderne Stückholz- Pellet und Hackschnitzelfeuerungen sind technisch ausgereift. Der Heizkessel steht heute als Kaminheizkessel im Wohnzimmer und verbreitet durch ein lustig flackerndes Feuer eine behagliche Atmosphäre, während der zugehörige Pufferspeicher und die Anlagenmechanik im Kellerraum stehen. Moderne geregelte Festbrennstoffkessel erreichen hohe Wirkungsgrade und geringe Immissionswerte wie Öl- und Gasheizkessel. In Verbindung mit einem Solarkreissystem hat man eine umweltfreundliche Heizung inklusive Trinkwarmwasseraufbereitung.

Holzheizkessel werden unterschieden nach der Beschickungsart, also Stückholzkessel, Pellet- und Holzhackschnitzelheizungen.

Holzbrennstoffe in rieselfähiger Form sind Pellets oder Späne mit denen durch spezielle Anlagen die Brennstoffkessel automatisch beschickt werden. Diese Anlagen zeichnen sich durch einen hohen Komfort aus. Holzpellets sind genormte zylindrische Presslinge die aus naturbelassenem Restholz wie Sägespäne, Sägemehl usw. bestehen und unter hohem Druck ohne weitere Zusätze hergestellt werden. Die Pellets sind normiert mit einer Länge von 20 - 50 mm und einer Breite zwischen 4 - 10mm.

Holzhackschnitzel werden aus Abfälle von Sägewerken hergestellt oder werden direkt auf Hackplätzen im Wald erzeugt. Da der Wassergehalt mit teilweise 60% sehr hoch ist, müssen Holzhackschnitzel vor dem Verkauf getrocknet werden. Es wird aber auch trockenes unbehandeltes Altholz zu Holzhackschnitzeln verarbeitet.

Scheitholz und Holzbriketts müssen mit der Hand beschickt werden. Birke, Buche und Ahornhölzer haben einen höheren Heizwert als Tannenhölzer wie Douglasie, Fichte und Kiefer. Ferner ist der Feuchtigskeitgehalt von Scheitholz für den Heizwert sehr entscheidend.

Die Brennholzverarbeitung von Hand wird durch moderne motorbetriebene Spaltgeräte und Holzhackmaschinen ersetzt. Heutzutage sind Stückholz-, Holzhackschnitzel- und Pelletsfeuerungen technisch ausgereift.

Da vermutlich die Preise für Heizöl und Erdgas in Zukunft weiter steigen werden, gewinnt der Brennstoff Holz wieder zunehmend an Bedeutung. Holzpellets sind zur Zeit günstiger als Erdöl. Die Umweltbilanz wird durch Holzfeuerungen verbessert, jedoch gewinnt bei der raschen Zunahme von Holzheizungen die Feinstaubproblematik wieder an Bedeutung. Die Bundesregierung denkt sogar über den Einbau von Feinstaubfiltern in Abzugsschornsteine für Holzheizungen nach.

Festbrennstoffkessel, Holzheizkessel, Stückholzkessel, Pellet-Heizkessel

Holzheizkessel für den unteren Abbrand

Bei Stückholzkessel gibt es die thermostatische und die abgasgeführte Regelung. Bei der thermostatischen Regelung wird die Verbrennungsgüte nicht überwacht. Es erfolgt nur eine begrenzte Leistungsregelung über die Luftmenge. Besser ist die abgasgeführte Regelung, die durch Lambdasonden die Verbrennungsqualität kontrolliert. Eine relative schadstoffarme Verbrennung mit möglichst wenig Feinstaub ist auch durch handbeschickte Holzheizkessel möglich.

Bei einem Pellet-Heizkessel findet die Verbrennung in einer Brennerschale statt. Die Pellets werden über eine Förderschnecke in die Brennerschale transportiert. Die Zündung und Regelung erfolgt automatisch. Es werden Kamin-Pellet-Heizkessel mit Wärmeleistungen von 2-10 kW und Kellergeräte bis 20 kW angeboten.

Ein Festbrennstoffkessel wird nach der tiefsten Außentemperatur ausgelegt. Die Wärmeleistung ist für die meisten Tage zu hoch. Öl- und Gasheizungen arbeiten modulierend, sie können sich je nach Wärmebedarf schnell ein- oder ausschalten. Ein handbeschickter Festbrennstoffkessel kann nicht so schnell abgeschaltet werden, und deshalb wird die überschüssige Wärme in einem Heizwasser-Pufferspeicher gespeichert. Gerade weil Holz ein schnell abbrennender Brennstoff ist, ist ein Pufferspeicher sehr sinnvoll, ja sogar ab einer bestimmten Leistung vorgeschrieben.

Setzt man einen Kombispeicher ein, kann eine thermische Solaranlage mit in das System eingebunden werden. Die komplette Wärme- und Trinkwarmwassererzeugung beruht dann zu 100 % auf den erneuerbaren Energieträgern Sonne und Holz.

Holzheizkessel und eine Wärmepumpe können prima bivalent betrieben werden, um mit einer Holzzusatzheizung an sehr kalten Tagen den Wärmebedarf bei schlecht isolierten Häusern zu ergänzen.

Pellets der Ökobrennstoff, Pelletsheizungen, Planung und Installation in Berlin und Brandenburg

Pelletheizung

Oft wird kritisiert dass man je nach Feuchtigkeitsgehalt der Pellets diese getrocknet werden müssen, was wiederum Energie kostet. Wenn die Trocknungsanlage mit der Abwärme von Blockheizkraftwerken geschieht, wird durch die zusätzliche Stromerzeugung der Energieverbrauch intelligent vermindert.

Da die Verbrennung der Pellets wie auch bei normalen Holzscheiten nahezu klimaneutral geschieht, sind diese Art der Heizungen gut für die CO2 Bilanz. Daher werden bestimmte Kessel auch vom Staat zurzeit gefördert. Außerdem ist Holz bei nachhaltiger Bewirtschaftung ein nachwachsender Rohstoff.

Nach der Verbrennung von 1 kg Pellets bleiben maximal 5g Asche übrig. Diese Asche kann als Dünger im Garten verwendet werden oder wird im Hausmüll entsorgt.

Hersteller von Pelletsheizungen schreiben für den Rohstoff eine bestimmte Normung der Presslinge vor. Zurzeit wird eine einheitliche EU-Norm (EN 14961-2) ausgearbeitet. Zusätzlich dieser EU-Norm gibt es Kontrollverfahren um die Qualität der Pellets zu sichern.