Gesetze / Verordnungen

EnEV Energieeinsparverordnung 2002

Der Gesetzgeber will dadurch die Verwendung regenerativer Energieträger fördern. Der Endenergiebedarf ist die berechnete Energiemenge, die zur Deckung des Heizwärmebedarfs und des Trinkwasserwärmebedarfs zusätzlich der Verluste die durch die Anlagenverteilung entstehen, benötigt wird. Gute Dämmung der Rohrleitungen ist daher sinnvoll, und wird daher auch vorgeschrieben.

Die Endenergie ist die vom Energieerzeuger berechnete Menge für Heizöl, Erdgas oder Strom (Die Einheiten für Heizöl in Liter, Erdgas in m3 oder kWh, Strom in kWh). Der Heizwärmebedarf ist die errechnete Energiemenge, die durch Heizkörper an einem beheizten Raum abgegeben wird. Für neu gebaute Häuser, also Niedrichenergiehäuser wird ein Heizwärmebedarf zwischen 40 - 70 kWh pro m2a gefordert.

Der Trinkwasserwärmebedarf liegt bei 12,5 kWh pro (m2 und Jahr) , etwa einen Bedarf von 23 Liter pro Person und Tag. Wichtig sind auch die Transmissionswärmeverluste; also die Bestimmung der Energieverluste durch Wärmeübertragung eines Gebäudes von warm zu kalt. Hier wird die DIN EN 12831 für die Berechnung zu Grunde gelegt. Die Dicke der Dämmschicht (WLG 035) sollte mindestens bei 12cm liegen. Mit neuen Hightech-Materialien für Gebäudefassaden läßt sich die Energieeffizienz stark verbessern. Zur Zeit wird an die Vakuumdämmung für Gebäude geforscht, die die konventionellen Dämmstoffe ersetzen möchten. Dabei werden die Dämmstoffstärken verringert. Gebäude mit einem guten Wärmeschutz sparen nicht nur bares Geld, sie bringen auch spürbaren Wohlfühlkomfort. Im Winter bleiben die Innenflächen der Außenwände schön warm, die Räume können uneingeschränkt bis nahe an die Außenwände genutzt werden. Und im Sommer schützt die Dämmung vor der Hitze draußen. Die Lüftung der Wohnung muss jedoch im Winter als auch im Sommer gut gestaltet werden. Zweckmäßig ist der Einbau einer kontrollierten Lüftung mit Wärmerückgewinnung.

Bei Energiesparhäusern ESH 60 Häusern liegt der Jahres-Primärenergiebedarf bei weniger als 60 kWh/(m2a) (ESH 40 Haus unter 40kWh/(m2a)). Der spezifische Transmissionswärmeverlust (HT) bei Neubauten muss künftig, unabhängig von der Wahl der Heizungsanlage, immer mindestens 30 % unter dem in der Energieeinsparverordnung (EnEV) angegebenen Höchstwert liegen. Zum Vergleich: Wohnhäuser aus den 1960er und 1970er Jahren benötigen etwa 300 - 400 kWh/(m2a)

Die neue Energieeinsparverordnung EnEV 2007 - Der Energieausweis

Der Hausbesitzer oder Eigentümer kann die notwendigen Daten und Fakten mit Hilfe eines Erhebungsbogens auch selber aufnehmen, und an den Fachmann der den Energieausweis ausstellt, übermitteln. Hat dieser nach Prüfung der Unterlagen keinen Zweifel an der Richtigkeit der Daten, wird der Energieausweis mit seiner Unterschrift bestätigt. Der Aussteller haftet für falsche Angaben oder Unrichtigkeiten im Energieausweis.

Bei Verkauf oder Vermietung des Wohngebäudes muss der Eigentümer einem potienziellen Interessenten den Energieausweis unverzüglich präsentieren. Der Hauseigentümer muß die Bestimmungen der ENEV einhalten, tut er es nicht, so begeht er eine Ordnungswidrigkeit und kann dafür verklagt werden. Nur eine berechtigte Person darf einen Energieausweis ausstellen, diese kann für einen falsch oder fahrlässig ausgestellten Energieausweis ebenfalls belangt werden.

Die ENEV berücksichtigt nicht die Beleuchtung eines Wohngebäudes.

Mit Hilfe des Energieausweises kann ein potenzieller Mieter die Energieeffizienz eines Gebäudes besser einschätzen, und ob er mit hohen oder niedrigen Energiekosten in Zukunft zu rechnen hat. Es gibt eine Einteilung von A bis I. A bedeutet sehr energieeffizient und I am wenigsten energieeffizient. Einfache Darstellungen im Energieausweis ermöglichen einen raschen Vergleich von Gebäuden. Schließlich verschlingen die hohen Energiepreise einen immer größeren Teil der Lebenshaltungskosten.

Im Energieausweis wird die CO2 Emission der Immobilie vermerkt, und das Maß der Umweltbelastung festgestellt.

Die Informationen im Energieausweis gelten für das gesamte Gebäude. Eine Unterteilung in verschieden Wohnungen wird nicht gemacht, obwohl Dachwohnungen und Wohnungen mit vielen Außenwänden mehr Energie verbrauchen als innen gelegene Wohnungen. Auf das ganze Gebäude gerechnet gleicht sich jedoch der Bedarf an Heizenergie aus.

Durch Modernisierungen der Gebäudedämmung, Luftdichtheit und Verbesserung der Anlagentechnik wird der Wert einer Immobilie gesteigert.

Die EnEV 2007 berücksichtigt den Einsatz regenerativer Energien, wie Solaranlagen, Pelletsheizung oder einer Erdwärmeheizung mit einer Wärmepumpe. Durch den Einsatz erneuerbarer Energien sinkt der Primärenergiebedarf einer Immobilie erheblich.

Thema der Energieeinsparverordnung ist nicht der Energieausweis, sondern wie hoch sind die Transmissionswärmeverluste und die Verluste der Anlagentechnik heute in einem Gebäude. Nur wenn diese Verluste durch Dämmung des Gebäudes und Optimierung der Anlagentechnik stark reduziert werden, sinkt der Primärenergiebedarf, und im Gebäude werden trotz der bald nahenden Energiekrise der fossilen Brennstoffe die Temperaturen behaglich sein.